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624 S. m. 11 Farb- u. 241 sw-Abb., 16,5 × 23,5 cm, Hardcover

ISBN 978-3-496-01546-8

77,00 € [D]

 
Christine Beese

Marcello Piacentini

Moderner Städtebau in Italien

Sofort lieferbar. Erschienen November 2015

Marcello Piacentini (1881–1960) gilt als der einflussreichste italienische Architekt des frühen 20. Jahrhunderts. Seine Piazza della Vittoria in Brescia, die Via Roma in Turin oder der römische Stadtteil EUR wurden zu Ikonen des architektonischen Städtebaus. Trotzdem ist Piacentini in Deutschland – wenn überhaupt – nur als »Architekt Mussolinis« bekannt.

Christine Beese zeigt in ihrer Studie, dass es sich lohnt, den »Dämonen« der italienischen Architekturgeschichte genauer zu betrachten. Denn trotz aller nationalistischen Rhetorik entwickelte Piacentini seine städtebaulichen Positionen im Kontext internationaler Leitbilder. Mit ihrer Arbeit hinterfragt die Autorin somit gängige Vorstellungen »diktatorischen Städtebaus« und liefert einen wichtigen Beitrag zur europäischen Stadtbaugeschichte des 20. Jahrhunderts.

Die Autorin:
Christine Beese ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunsthistorischen Institut der FU Berlin. Lehre und Forschung zur europäischen Architekturgeschichte, Publikationen zu Architektur und Städtebau in Italien und Deutschland im 20. Jahrhundert.

Entscheidend aber ist, dass durch die verdienstvolle, minutiöse Aufarbeitung beider Werkkomplexe die Bauten und Entwürfe zweier zentraler Figuren der Zwischenkriegszeit zum Teil überhaupt erst bekannt und jedem Interessierten leicht zugänglich gemacht werden. Die Autorinnen markieren sie so als wichtige Bausteine für einen übergeordneten Blick auf die europäische Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts.
[Markus Eisen, Kunstchronik]

Gerade in der Verdeutlichung eines außerhalb des Faschismus verankerten und in seinen Methoden und Punktierungen in einem breiten Spektrum entwickelten Stadtverständnisses sieht die vorliegende Arbeit einen grundlegenden Beitrag, um die komplexe Gestalt und das facettenreiche Wirken Piacentinis in den weitergespannten Zusammenhang der frühmodernen, "heroischen Phase" der Urbanistik einzuordnen. Die vielen Gesichter Piacentinis als Architekt des Regimes, Organisator und Lenker, aber auch Umsetzer eines eigenen italienischen Moderneverständnisses, in dem Materialgerechtigkeit und Funktionalität mit Bedeutung und Anspruch kultureller Identität und Grüße zusammenfinden, verdichten sich zum Profil eines Wegbereiters für eine ganze Generation italienischer Nachwuchsarchitekten, die dem nachfaschistischen Italien sein eigenes architektonisches Gepräge verliehen haben.
[Luigi Monzo, Zibaldone]

Nicht nur Werk und Wirken Piacentinis werden jetzt greifbarer, das Buch ist über weite Strecken auch eine höchst fesselnde Reise nach Rom; zu den Veränderungen der italienischen Hauptstadt in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, zu den miteinander ringenden Protagonisten der Entwicklungen und zu den aus dem Ausland auf sie einwirkenden Neuerungen. Das Buch ist zudem flüssig geschrieben und lesefreundlich gegliedert, so dass es auch als Lektüre empfohlen sei.
[Ulrich Brinkmann, Bauwelt]

Auch wenn der Band sein Hauptaugenmerk auf die unterschiedlichen Schaffensperioden und Entwürfe legt, um diesen damals bedeutenden und berühmten Architekten überhaupt wieder diskutierbar zu machen, so ist bereits das aus dem Leben dargestellte so interessant, dass eine Biografie sinnvoll und erforderlich scheint, um ihn insgesamt zu verstehen und seine Arbeit nachzuvollziehen.
[Rainer Bohne, PlanerIn]

Das alles und eine Fülle anderer Projekte außerhalb Roms, (...), wird von Christine Beese in ihrem Buch überaus detailreich und dabei gut lesbar dargeboten. Insofern ist das Buch für jeden an Städtebau und Baukunst im italienischen Faschismus Interessierten eine reine Fundgrube.
[Rainer K. Wick, Portal Kunstgeschichte]  

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