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358 S. m. 17 sw-Abb., 9 Karten u. 3 Tabellen, 17 x 24 cm, Broschur

ISBN 978-3-496-01604-5

Inklusive zwei Beilagen zum Download:

Das Tagebuch Alexander v. Mechows über seine Expedition an den Kwango (Angola, 1880–1881) sowie 33 transkribierte Archivquellen, hg. von Beatrix Heintze, 950 Seiten

Alexander v. Mechow Karte der Kuango-Expedition aufgenommen, entworfen und gezeichnet vom Führer derselben, 26 Blätter

49,00 € [D]

 
Beatrix Heintze

Ein preußischer Major im Herzen Afrikas

Alexander v. Mechows Expeditionstagebuch (1880–1881) und sein Projekt einer ersten deutschen Kolonie

Studien zur Kulturkunde
Band 133
Sofort lieferbar. Erschienen August 2018

Ein Dokument aus der Hochphase deutscher Entdeckungsreisen ins westliche Zentralafrika  

1878/81 reiste der preußische Major Alexander v. Mechow ins heutige Angola, um den Kwango zu erkunden. Sein Tagebuch ist ein Dokument aus der Hochphase deutscher Entdeckungsreisen ins westliche Zentralafrika. Erstmals wird hier seine Expedition biographisch und kolonialhistorisch eingeordnet.

Als Alexander v. Mechow 1878/81 mit Mitteln des Deutschen Reichs eine Forschungsreise ins heutige Angola unternahm, war es sein Ziel, eine Dampfer-Verbindung zum Kongo und damit in das Innere des Kontinents zu erschließen. Als erstem Europäer gelang es ihm, in Kontakt mit dem gefürchteten Lunda-König der Yaka, Putu Kasongo, zu treten, der damals die Handelsverbindungen zwischen dem Atlantik und den östlich des Kwango gelegenen Staaten kontrollierte.
Beatrix Heintze konnte anhand Hunderter von Archivquellen erstmals den Lebensweg v. Mechows erkunden und nachzeichnen. Das ermöglichte es, seine Expedition in den biographischen und kolonialhistorischen Kontext einzuordnen. Die neu erschlossenen Quellen enthüllen auch v. Mechows Projekt einer ersten deutschen Kolonie am Kwango.

Die Autorin
Beatrix Heintze, 1969–2004 als Historikerin und Ethnologin am Frobenius-Institut in Frankfurt a. M. tätig. Forschung und Veröffentlichungen zur vorkolonialen Geschichte des Westlichen Zentralafrika.

Schlagworte:
Afrikanische Gesellschaft, Alexander von Mechow, deutsche Forschungsreisen, deutscher Kolonialismus, Berliner Kongo-Konferenz, Leopold II., Freistaat Kongo, Scramble for Africa, Dampfer im Kongo, afrikanischer Fernhandel, Sklaverei, Portugiesen in Angola, Ambakisten, Lunda/Putu Kasongo, Yaka, Holo, Ngola, Njinga, Kwango-Expedition, Kuango-Expedition, Völkerkundemuseum Berlin

Der Band ist also in mehrfacher Hinsicht zu würdigen. Er verweist auf die Entdeckungs- und Erschließungsgeschichte Afrikas durch die Europäer, auf kulturgeschichtlich bedeutsame Forschungen und Entdeckungen, auf Fauna und Flora Zentralafrikas, auf wirtschaftliche Interessen, auf volkskundliche Erscheinungsformen, auf die deutsche Kolonialgeschichte. Und das akribisch geführte Tagebuch selbst ist natürlich eine äußerst wertvolle historische Quelle, aus der gleich mehrere Wissenschaftsbereiche schöpfen können.
Aber nicht nur für Wissenschaftler ist die Thematik bedeutsam. Es ist zu bedenken, dass große Teile Afrikas bis heute unter den Folgen der Kolonialzeit leiden, dass nicht zufällig große Flüchtlingswellen nach Europa strömen, dass offensichtlich viele Millionen Menschen keine Perspektiven in ihren Heimatländern für sich sehen, dass es den Europäern und auch anderen Nationen noch immer nicht gelingt, trotz aufwendiger Entwicklungshilfen, die wirtschaftlichen und sozial und politischen Verhältnisse zu bessern. Die Beschäftigung mit Alexander von Mechows Expedition berührt damit eine brisante Thematik, die bis heute aktuell ist, die aber begründet wurde durch die Kolonialisierung und Ausbeutung Afrikas.
[Paul Wietzoreck, Der Niederrhein]  

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