978-3-7861-1915-9

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178 S. mit 93 Abb.
17 x 24 cm, Br

ISBN 978-3-7861-1915-9

22,00 € [D] | 30,80 SFR [CH]

 

Architektur und Ingenieurwesen zur Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933-1945

Im Auftrag des Rektorats und des Zentrums für Technik und Gesellschaft der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus

Hrsg.  Ulrich Kuder
Vergriffen. Erschienen 1997

Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus hat die Rolle der Architekten und der Ingenieure im Dritten Reich zum Thema eines Symposiums gemacht. Sowohl Architekten und Ingenieure, die mit dem Naziregime und seiner Ideologie weitgehend konform gingen oder sich seinem Anpassungsdruck beugten, auch solche, die unter der Naziherrschaft an den Rand gedrückt wurden und, verfolgt, emigrieren mußten,wurden, werden hier mit ihrer Biographie und ihrem Œuvre vorgestellt.

Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus, an der vor allem Architektur und Ingenieurwissenschaften gelehrt werden, hat, 50 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges, den 8. Mai 1995 zum Anlass genommen, die Rolle der Architekten und der Ingenieure im Dritten Reich zum Thema eines Symposiums zu machen. Sowohl die nationalsozialistische Propaganda, der Führerkult und die Heroisierung des Germanentums, Rassenwahn und Kriegshetze als auch die Durchsetzung der ideologischen Ziele, Unterdrückung und Ausrottung von Minderheiten, Vorbereitung und Durchführung eines Eroberungskrieges, waren nur mit einem funktionierenden Staatsapparat möglich, der sich auf mannigfache Dienstleistungen u. a. auch auf dauerhafte Inszenierung im Medium der Architektur angewiesen sah. In diesem Band sind die auf dem Symposium gehaltenen Vorträge in ausgearbeiteter Fassung vereinigt. Sowohl Architekten und Ingenieure, die mit dem Regime und seiner Ideologie weitgehend konform gingen oder sich seinem Anpassungsdruck beugten, auch solche, die unter der Naziherrschaft an den Rand gedrückt wurden und, verfolgt, emigrieren mußten, werden hier mit ihrer Biographie und ihrem Œuvre unter dem Aspekt dargestellt, was die Jahre der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft für den Berufsstand des Architekten und des Ingenieurs bedeuteten. Dabei wird deutlich, daß die angestrengte Weiterentwicklung der Technik, die Absicht, optimal funktionierende Technik bereitzustellen - und damit selbst optimal zu funktionieren-, dann verheerende Wirkungen zeitigte, wenn dabei die Frage nach den Zielen und den Folgen solcher Technik ausgeblendet und verdrängt wurde.

In einer Zeit, in der erneut die Bedeutung von Architektur diskutiert und eingefordert wird, sind die architekturgeschichtlichen Beiträge des vorliegenden Bandes eine auch im Hinblick auf künftige Architektur wichtige Erinnerungshilfe. [baublatt]
(...) trotz der intensiven Forschertätigkeit der letzten Jahre weist das Wissen um die Architekturgeschichte der Zeit des Nationalsozialismus noch zahlreiche Lücken auf. Der vorliegende Band, der aus einem Kolloquium an der TU-Cottbus anlässlich des 50. Jahrestages des Kriegsendes am 8. Mai 1995 hervorging, leistet einen wichtigen Beitrag, diese Lücke zu schließen, da sich seine Beiträge dem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähern: dem der deutschen Täter ebenso wie dem der jüdischen Opfer. [Bauwelt]  


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