978-3-7861-2543-3

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403 S. m. 368 Abb., 17 x 24 cm Ln m. Schutzumschl.

ISBN 978-3-7861-2543-3

89,00 € [D]

 
Frank Schmitz

Landhäuser in Berlin 1933–1945

DIE BAUWERKE UND KUNSTDENKMÄLER VON BERLIN
Herausgegeben von Landesdenkmalamt Berlin
Beiheft 31, Sofort lieferbar. Erschienen August 2007

Der individuelle Wohnungsbau in Berlin zeigt, dass Alltagsarchitektur im Nationalsozialismus keinesfalls dem Muster der monumentalen, neoklassizistischen Staatsbauten wie in den Planungen Albert Speers entsprach. Bürgerliche Villen und Landhäuser folgten vielmehr ganz unterschiedlichen stilistischen Strömungen, die Palette reicht von den modernistischen Bauten Egon Eiermanns, Gustav Hassenpflugs oder Ludwig Hilberseimers über die Raumlandschaften Hans Scharouns bis zum unverbindlichen Traditionalismus, der bereits in den 1920er Jahren durch Architekten wie Heinrich Tessenow vorgeprägt worden war. Prominente Bauherren, darunter Leni Riefenstahl, Arno Breker, Bernhard Hoetger und der Bauhaus-Grafiker Kurt Kranz, konnten ihre jeweiligen Wohnvorstellungen umsetzen, den Restriktionen zum Trotz, die sich besonders gegen moderne Bauformen richteten. Die Studie zu einem bisher kaum beachteten Gebiet der Architekturgeschichte lässt das Verhältnis von Moderne und Tradition in neuem Licht erscheinen. Erstmals präsentiert werden bisher unbekannte Wohnhäuser von den Architekten Wils Ebert sowie den Brüdern Luckhardt. Der Band wird abgerundet durch einen reich bebilderten Katalog zu exemplarischen Berliner Wohnhäusern.

So schließt seine Arbeit nicht nur eine lokal- und bauhistorische Forschungslücke. Schmitz möchte mit ihr auch den Blick lenken auf oft nicht offensichtliche Qualitäten teils konventionell erscheinender Gebäude: "Nicht selten entpuppten sich unauffällige Bauten als anspruchsvolle, komplexe Raumschöpfungen, als durchdachte, ja funktionale Wohnhäuser." [bauwelt]

Seine Analysen lesen sich bei aller wissenschaftlichen Prägnanz spannend und mit dem Stadtplan in der Hand lassen sich echte Entdeckungen machen. [Architonic]

Es ist Schmitz zuzurechnen, dass er tatsächlich eine den Blick auf diese Epoche aufweitende Arbeit verfasst hat, die zu weiteren Untersuchungen ermuntert.
[Jahrbuch f. Geschichte Mittel- u. Osteuropas]  


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