Erik Riedel und Mirjam Wenzel: Ludwig Meidner Expressionismus, Ekstase, Exil - Expressionism, Ecstasy, Exile

Ludwig Meidner (1948–1966) zählt zu den bedeutendsten Vertretern des urbanen Expressionismus und zu den wichtigsten jüdischen Künstlern des 20. Jahrhunderts.
Aus dem Exil in London kehrte der gebürtige Schlesier 1955 in die Bundesrepublik zurück, seine Frau Else blieb in England.

Ludwig Meidner is an outstanding Expressionist and one of the most important Jewish artists of the 20th century. His drawings, paintings and literary works register the upheavals and convulsions of his time. The conference proceedings of the Jewish Museum Frankfurt present the current status of scholarly Meidner research and explore Meidner’s oeuvre and its reception as phenomena of contemporary history. A major focus is directed on the explicitly Jewish aspects of his works and their changeful perception.

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Ludwig Meidner



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„Der Wilde schlägt zurück“

Das Buch „The Savage Hits Back“ schlug in den 1930er-Jahren hohe Wellen: Der Kölner Ethnologe Julius Lips zeigte darin, wie Europäer zum Gegenstand künstlerischer Darstellungen in den Kolonialgebieten wurden. Lips interpretierte die Darstellungen als Bewunderung des Fremden, aber auch als Kritik und Spott am Besatzer. Seine polemischen Deutungen entlarvten den „Kolonialherren“ als den eigentlichen Barbaren.
Aus Köln von den Nationalsozialisten vertrieben und seiner Ämtern in Universität und Museum enthoben publizierte Lips sein Buch im amerikanischen Exil. Er verstand es dabei nicht nur als Kritik am Kolonialismus, sondern zugleich als Gegenschlag gegen den Nationalsozialismus in Deutschland.

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