978-3-942810-35-7

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24x30 cm, offene Fadenheftung mit Kunststoffeinband, 296 Seiten, 223 Textabbildungen und 72 Farbtafeln

ISBN 978-3-942810-35-7

79,00 € [D]

 
Vera Dünkel

Röntgenblick und Schattenbild

Genese und Ästhetik einer neuen Art von Bildern

Edition Imorde, Sofort lieferbar. Erschienen April 2016

Der großzügig gestaltete Band präsentiert hier erstmals in konzentrierter Form zusammengetragenes und unveröffentlichtes Bildmaterial aus der Frühzeit der Röntgentechnik zum Teil in Originalgröße und übersetzt die Ästhetik früher Röntgenaufnahmen nicht nur darin in materialisierte Buchform.

Was war die Röntgentechnik zum Zeitpunkt ihres Aufkommens? Eine Bildtechnik mit offenem Ausgang. Vera Dünkel zeigt eindrücklich, wie aus Strahlen Bilder wurden und beschreibt die frühe Röntgentechnik erstmals nicht im Hinblick auf ihre medizinischen Anwendungen hin, sondern als Generator einer umfassenden Bildproduktion, die eine erstaunliche Vielfalt von Motiven hervorbrachte – von menschlichen Körperteilen über Alltagsgegenstände bis hin zu kleinen Tieren. Sie nimmt dabei minutiös analysierend in den Blick, mit welchen visuellen Strategien, gestaltenden Eingriffen und diskursiven Mitteln einem zunächst bedeutungsoffenen Verfahren der Sinn zugewiesen wird, den wir zum großen Teil noch heute in ihm sehen. Mit dem Fokus auf Sichtbarmachungstechniken und Sinngebungsstrategien ist diese interdisziplinäre Studie ein bedeutender auch methodischer Beitrag zur Rekonstruktion der modernen Bildgeschichte.

Das umfassend recherchierte, hervorragend gestaltete Werk besticht durch die verständnisvolle Darstellung der Doppelnatur der Röntgenbildgebung für medizinische Zwecke und für die Herstellung auch ganz anderer, kulturell sinnstiftender Bilder. (...) Das interdisziplinär angelegte, durch den wertvollen Abbildungsteil kostspieligere Werk wird speziell interessierte Leser erfreuen. Es ist hervorragend als Geschenk für Ärzte und Nichtärzte geeignet, die mit Bildgebung und Bildern in unterschiedlicher Weise befasst sind.
[Prof. H. Nizze, Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern]

Ein solches Buch zur frühen Geschichte der Röntgenbilder gab es noch nicht. Der großformatige Band ist ein veritables Stück Buchkunst.
[Jan von Brevern, FAZ]

Dass ein wissenschaftliches Buch keineswegs langweilig daherkommen muss, beweist nicht nur der gut lesbare Text der Autorin. Der Verlag hat dem Buch eine bibliophile Ausstattung gegeben: Flexible transparente Buchdeckel erinnern an die Abzüge von Röntgenbildern, der Rücken mit offener bedruckter Fadenheftung hebt den Band im Bücherregal heraus.
[Mainpost]

Trotz einzelner offener Fragen ist der schriftliche Teil der Abhandlung von großem wissenschafts- und bildhistorischen Wert. Die über 70 Abbildungen von Röntgenaufnahmen in Originalgröße und das bibliophile Design machen das Werk darüber hinaus zu einem wahren Schmuckstück. Damit spricht es nicht nur wissenschaftlich zum Thema Arbeitende an, sondern auch geschichtlich oder künstlerisch Interessierte.
[AVIVA-Berlin]  


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